33 brennbare Materie ein, womit man die Patrone füllt und welche das Wurffeuer hervorbringt. Diese Operation dient nur dazu, dem Feuer einen unverbrennlichen Körper entgegen zu stellen, und zu verhindern, daß sich die Kehle nicht erweitere, wodurch das Feuer seine Kraft verlieren würde, weil es weniger Widerstand fände (vgl. den Artikel fliegende Raketen). Hierauf wechselt man mit dem Stocke, man nimmt einen nicht ganz so langen und nicht durchbohr ­ ten, und füllt die Patrone mit so viel Appretur, daß, wenn diese ge ­ schlagen ist, der Dorn davon bis auf eine Linie bedeckt sei. Mit dieser gemischten Komposition muß man alle Patronen zu den Wurffeuern prapariren; sie erleichtert das Losbrennen und ver ­ hindert, daß nicht eine lebhaftere Composition die Theile der Patrone durch eine zu rasche Entzündung zerstört (vergl. den Art. Appretur). §. 52. Verhältnisse des Dorns zu den Wurffeuern. Der Dorn ist gleichsam die Seele der Rakete; er hat die Form eines abgekürzten Kegels (2. IV.), ist jedoch oben nicht horizontal abgeschnitten, sondern abgerundet zu einer Halbkugel oder sonst ab ­ geschrägt. Die Höhe des Dorns betragt für alle Caliber der Wurf ­ feuer zwei innere Durchmesser der Patrone; der untere Durchmesser ist f, der obere \ des Durchmessers der Patrone. Die Dimensionen zu den Dornen der fliegenden Raketen fol ­ gen an einem andern Orte. Mehrere Feuerwerker bedienen sich an ­ derer Dorne: der Dorn mit Euter ist der älteste (3. IV.). Unter Euter versteht man den Theil unter der Basis des Kegels, der ab ­ gerundet ist, wie man ihn noch bei den fliegenden Raketen anwendet. Ein anderer Dorn neuerer Erfindung ist nur dann vorzuziehen, wenn man zu große Eile hat, um die Patronen zu schnüren, oder wenn man, weil man sie zu sehr hat trocknen lassen, nicht mehr schnüren kann. Fig. 4. IV. ist ein Dorn mit doppeltem Fuße; der obere Fuß a ist genau gleich dem innern Durchmesser der Patrone und tritt in die Patrone ein, die sich dann gegen den zweiten Fuß b stützt. Die über diesen Dorn zugerichteten Patronen höhlen sich leicht aus und zerstören die Zurichtung durch die Bewegung des Armes des Laders, wenn dieser nicht genau lolhrecht ladet oder Mißschläge thut. Deshalb ziehen wir den crstern Dorn (3. IV.) allen diesen vor; will man sich ihrer indeß bedienen, so muß man genau die Ver ­ hältnisse für den kegelförmigen Theil im Auge haben. In die über einem dieser Dorne zugerichteten Patronen ladet man alle Arten von festen und rotirenden Feuern, wie wir in der Folge sehen werden. Die Patronen der fliegenden Raketen sind von> Feuerwerker. z