79 auch Einschnitte machen, wie in der Figur gezeichnet, welche die in die Hohlkehle des Rüstbockes gesetzten Raketen festhalten. Diese Nüstböcke braucht man nur bei großen Feierlichkeiten. Bei kleinern bedient man sich eines Rades (7. XVIII.), auf dem Haken eingeschlagen sind, um die Raketen zu tragen und in der Richtung zu erhalten, die sie beim Steigen haben sollen. Jedenfalls müssen die Rüstböcke oder diese Näder nie so aufgestellt sein, daß sie dem Auge andere. Stücke bedecken. Der Rüstböcke bedient man sich nur für Raketen von 10 und mehreren Linien innern Durchmes ­ sers; die kleinern brennt man mit der Hand ab. Man muß dabei den Arm so weit vom Leibe entfernt halten, daß das Feuer der Ra ­ kete, welches sehr heftig ist, nicht die Finger verbrenne. Die Rüstböcke und Räder stellt man wenigstens acht Fuß über der Erde hoch, damit eine etwa springende Rakete Niemand be ­ schädige. In Ermangelung aller dieser Rüstböcke, nimmt man einen höl ­ zernen Balken oder Pfeiler, schlägt in diesen zwei Nägel, auf und zwischen welche man die Rakete bringt, dergestalt, daß sie nicht auf ­ gehalten wird und sich ohne Hinderniß in die Lust erheben kann. Dieses Mittel wendet man jedoch nur dann an, wenn man keinen Bock hat und man nur wenige Raketen abzubrennen braucht. Für die fliegenden Raketen mit Detonationsstöcken habe ich einen neuen Rüstbock ersonnen, der aus einem viereckigen Pfeiler (2. XXVI.) besteht, welcher etwa 1 Decimeter im Quadrate hat und 1 Decimeter länger ist, als die Rakete. 1 Decimeter unter der Spitze dieses Pfeilers bringt man eiserne Ringe an, durch welche die Rakete geht und in denen sie ruht. In der Höhe von -f des Ra ­ ketenstockes befindet sich ein anderer solcher Ring zum Festhalten der Rakete (2. XXVI.). Zweite Abtheilung. Luftfeuerwerke. Kap. 1. Feuer, welche durch ihre innere Kraft in die Luft steigen. ' §. 98. Fliegende Raketen. Bon allen pyrotechnischen Maschinen haben die fliegenden Ra ­ keten den auffallendsten und schönsten Effect. Sie erheben sich durch ihre eigene innere Kraft ohne irgend eine weitere Hülfe in d>« Lust. Die Ursache davon wird weiter unten angegeben.