VE SES vu UR EE NE La M ; nb 22 schaftlichen Mittelaxe. Bogengänge im untern und obern Stockwerke führen an den Innenseiten des so gebildeten Vierecks umher und verbinden an der Strasse die Eingangsseite der Kirche mit den beiden vordern und im Hintergrunde des Hofs die Turnhalle ete. mit den zwei rückwärtigen Pavillons. Die Unterrichts- räume, Speisesaal u. s. w. sind zu ebener Erde, die Schlaf- und Arbeitssäle in den obern Stock des Flügelgebäudes verlegt; erstere Räume sind in ihrer Ausdehnung zu reichlich, letztere etwas zu knapp bemessen. In den grösseren vorderen Pavillons befinden sich die Professorenwohnungen, die in ihrer inneren Eintheilung zu wünschen übrig lassen, in den hinteren kleineren Pavillons die Speisemeisterei, Bad- und Wascheinrichtung, die etwas zu reichlich gross gerathen sind. Die Gesammtanlage, obwohl eine klare, hätte durch grössere Concentration beträchtlich gewonnen. Der Mittelpunkt der ganzen Anlage, die Kirche, hätte wohl zu ebener Erde angelegt werden dürfen, wodurch das beträchtliche Souterrain derselben in Wegfall gekom- men wäre. Dieselbe hat durch die bedeutende Höhe des Mittelschiffs und die zu grosse Breite der Seitenschiffe eine für die Anforderungen des Programms allzu . beträchtliche Ausdehnung erhalten und fasst mehr als die verlangte Personenzahl. Eine Beschränkung der Höhe wäre im Innern nicht allein für. die Stellung der Kanzel, die dadurch eine zu tiefe Lage erhielt, sondern auch im Aeusseren gün- stiger gewesen, weil die Kirche weniger erdrückend auf die übrigen Gebäude gewirkt hätte. Ein Thurm oder, wie es die Skizze zeigt, ein Dachreiter hätte für eine Seminarkirche genügt. Der Durchschnitt des Musiksaales ist gut, aber das Bodengebälk desselben weitaus zu schwach. Die Darstellung der Blätter ist theilweise etwas flüchtig, namentlich vermengt sich bei den Durchschnitten die bunte Architectur des Innern der Kirche zu sehr mit der Fürbung der gemalten Fenster. Die Begleitschrift sucht neben Auseinandersetzung der Gründe, die zu Verfolgung des eingeschlagenen Wegs veranlassten, besonders den Vortheil der erhóhten Lage der Kirehe darzuthun, jedoch gelingt letzteres nicht in überzeugender Weise. Obwohl nun vorliegende Lósung den Anforderungen der Aufgabe nicht in durchaus allen Theilen vóllig entspricht und die ansteigende Gestaltung des Terrains nicht,