23 wie gehofft wurde, zur Berücksichtigung kam, so ist doch das Programm im All- gemeinen gut gelöst und die Ausarbeitung enthält eine Reihe von einzelnen Schön- heiten und originellen Gedanken, welche dieselbe eines Preises würdig machen. Es wurde desshalb der Arbeit der Preis zuerkannt. Verfasser derselben war Carl Beisbarth von Stuttgart, Studirender der Architekturfachschule. II. Preisaufgabe der Ingenieurfachschule. Ein durch die Coordinaten seiner Endpunkte gegebenes Quadrat, dessen Seite je nach der Schwierigkeit des Terrains zwischen 2000 und 4000 Fuss betriigt, soll auf dem Felde ausgesteckt und der Lauf der in dasselbe fallenden Horizontalkurven (ein vertikaler Abstand = 5 Meter) in die Katasterkarte eingetragen werden. Mit Hilfe der bekannten Coordinaten benachbarter trigonometrischer Punkte sollen in das Blatt durch Triangulation weitere Punkte bestimmt werden, welche für die Aussteckung des Randes geeignet sind. Bei der Aufnahme der Terrainpunkte soll im Allgemeinen der Distanzmesser ange- wendet werden, soweit nicht durch die Terrainverhültnisse andere Aufnahmsmetho- den angezeigt sind. Das betreffende Blatt kann den Bewerbern mit Beginn der geodütisehen Exkursion (Anfangs August) oder auch erst nach Beendigung derselben angewiesen werden. Bis zum 23. September muss alsdann 1) das Quadrat auf dem Felde ausgesteckt und Folgendes übergeben sein: 2) das Manual mit sämmtlichen Originalaufzeichnungen ; 3) eine Reinschrift der Berechnungen zur Triangulirung und zum Nivellement, sammt einer Motivirung des Operationsplans ; . 4) das Handexemplar der Katasterkarte mit den eingeschriebenen Koten ; 5) eine Reinzeichnung derselben mit eingetragenen Horizontalkurven. Die Fachschule erhielt für diese Aufgabe Eine Lösung mit dem Motto: »Attempto«. Die Beurtheilung derselben war folgende: Die Behandlung des trigonometrischen Theils der Aufgabe — Aussteckung der Ecken des Blatts — ist als gelungen zu bezeichnen. Die Anlage des Dreiecksnetzes ist gut, ebenso die Winkelmessung. . Die bei der Revision gefundenen Abweichungen der Coordinaten der Endpunkte bewegen sich innerhalb zulässiger Grenzen.