entbehrt. In der äusseren architektonischen Erscheinung ist das Haupt- motiv des Saales im grossen Giebel gut hervorgehoben und die Formen- gebung zeugt von künstlerischem Geschick, Der zur Betonung der Süd- Ost-Ecke vom Verfasser angeordnete Turm dürfte jedoch in seinem obern Teil über das Mafs des Zulässigen hinausg 1 und, ohne Beeinträchtigung der ‚malerischen Gesamtwirkung, wesentlic ızuschränken sein, „FW. u. Beh“ Die Lage‘ des ( judes auf dem Bauplatz ist umizweckmäfsig gewählt, da der Garten in seiner Nutzbarkeit zu sehr. “beeinträchtigt wird. Auch dürfte der Zugang zu den Dienst- räumen besser von der Strasse nördlich erfolgen. Ebenso ist die Lage de$” Stallgebäudes als ungünstig zu bezeichnen. Die Anordnung der -Diensträume entspricht im übrigen den Bestimmungen des Programms. Bezüglich der Dienstwohnung ist zu bemängeln, dass das Herrenzimmer nach Norden liegt und zwei der verlangten Schlafzimmer im Dachgeschoss angeordnet sind. Auch darf die im Erdgeschoss befindliche grosse Ein- gangshalle als zu aufwendig bezeichnet werden. In der äusseren Er- scheinung‘ des Gebäudes ist anzuerkennen das Streben nach malerischer Gruppierung. Der Charakter desselben ist jedoch überwiegend der des Landhauses und bringt die Bedeutung des öffentlichen Gebäudes nicht voll zum Ausdruck. Aus den vorstehend besprochenen Entwürfen wurden nunmehr als die hervorragenderen Lösungen die folgenden ausgewählt: I. „Der Kreisstadt“, 2. „Haus“, 3. „Auf der Höh’“, 4. „Form und Farbe‘, 5. „Sommernachtstraum‘‘.*) Bei der Verteilung der Preise unter diese Arbeiten trat allerdings der Uebelstand erschwerend für die Entscheidung hervor, dass keine der Arbeiten eine nach beiden Richtungen, sowohl nach der Ausbildung des Grundrisses, wie nach der der Fassaden hin, durchaus gleichwertige Lösung darbot; einer richtigen Auffassung der Architektur stand eine schwächere Grundrisslösung zur Seite und umgekehrt. Dennoch glaubten die Preisrichter, dass aus diesen Arbeiten sich jedenfalls mit geringen Abänderungen eine brauchbare, in jeder Beziehung befriedigende Lösung gewinnen lassen würde und verteilten daher die Preise wie folgt: den ı. Preis der Arbeit mit dem Kennwort „Der Kreisstadt“, Verfasser: Architekt Beck in Darmstadt, . den 2. Preis der Arbeit mit dem Kennwort „Auf der HöhW“, Verfasser: Architekt Moessinger in Frankfurt a. M., den 3. Preis der Arbeit mit dem Kennwort „Haus“, Verfasser: Architekten Brantzky & Remges in Köln. Die Arbeiten „Sommernachtstraum‘“ und „Form und Farbe“ wurden zum Ankauf empfohlen, ersterer ausschliesslich wegen der Vor- züge des Grundrisses. Bauausführung. Der mit dem ersten Preis gekrönte Entwurf „Der Kreisstadt“, Verfasser Herr Architekt Eugen Beck in Darmstadt, soll nach erfolgter Abänderung zur Ausführung gelangen. *) Verfasser dieses Entwurfs ist Herr Yos. H. Richter- Cottbus. Es war leider nicht möglich, diesen Entwurf in der Reihe der übrigen Entwürfe zu bringen, da der Herr Verfasser durch Veränderung seines Wohnsitzes von der beabsichtigten Ver- Ööffentlichung seines Entwurfs zu spät Kenntnis erhalten hatte, D. Herausgeber,