Lageplan, Rathaus für Steglitz. Aus dem Ausschreiben.*) Behufs Erlangung von Entwürfen zu dem Neubau eines Rathauses in Steglitz wird ein allgemeiner Wettbewerb unter deutschen Architekten eröffnet. An Zeichnungen werden verlangt: ein Lageplan im Mafsstabe ı : 500; die Grund- risse sämtlicher Geschosse im Mafsstabe ı : 100; die Ansichten nach der Schlossstrasse und Grunewaldstrasse im Mafsstabe ı: 100; zwei Schnitte mit Berücksichtigung des Hauptsaales und der Haupttreppe im Mafsstabe 1:100; eine Perspektive unter Zu- grundelegung des Mafsstabs ı: 100; der Standpunkt für dieselbe ist in der Schloss- strasse anzunehmen und die Bildebene durch die dem Auge am nächsten befindliche Ecke des Gebäudes zu legen. Die Zeichnungen unter Ziffer 3—5 sind als einfache Linienzeichnungen mit leichter Schraffierung darzustellen, nur für die Perspektive werden farbige Darstellungen zugelassen; ein Erläuterungsbericht zu dem Entwurf; Putzflächen in den Fassaden sind ausgeschlossen; ein Kostenüberschlag nach dem Quadrat- und Raum-Inhalt des Gebäudes, Als Bausumme inkl. Heizungsanlage sind 225000 M. vorgesehen, welcher Betrag nicht überschritten werden darf. Die Entwürfe sind bis zum 31. März 1896 einschliesslich einzureichen. Entwürfe, welche in wesentlichen Punkten über die Bestimmungen des Programms hinausgehen oder diese unerfüllt lassen, werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren: Königl. Regierungs- und Baurat Schulze in Berlin, Königl. Baurat Xezm in Berlin, Architekt Sehring in Charlottenburg, Gemeinde-Vorsteher Zimmermann in Steglitz, Gemeinde-Baurat K/eemann in Steglitz, Schöffe Architekt Flemming in Steglitz, .Gemeinde-Verordneter Ingenieur Kirchner in Steglitz. Für die vom Preisrichteramt als die besten anerkannten Arbeiten werden folgende Preise ausgesetzt: I. 1500 M., II. 1000 M., III. 750 M. *) Vergl. K,-N. Januar 1806, S,. 14—15, Mai 1896 S,. 79.