6 Dreizehntes Heft. Bibliothekskonkurrenz für Bremen. 1. Zur Erlangung von Bauplänen zu einer Stadtbibliothek in Bremen wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, an welchem alle deutschen Architekten: sich beteiligen können, 2. Der anliegende Lageplan veranschaulicht die Form und Grösse des, Bauplatzes. Die darin rot angegebenen Grenzen dürfen mit keinem Bauteile überschritten werden, während ein motiviertes Zurücktreten hinter dieselben zulässig ist. Die Hauptfront ist an den „Breitenweg“ zu legen; der trag- fähige Sandboden steht, im Mittel .ca, 4,60 m unter: Strassenkrone an, welche auf 2,36.m über Null liegt. Darüber befindet sich eine sehr bewegliche Triebsandschicht, welche eine entsprechende Fundierungs- methode (Brunnen oder. dergl.) bedingt. Der Kellerfussboden darf nicht tiefer als 0,50 m über Null liegen. Die Anzahl und die Grösse der erforderlichen Räume sind in dem anliegenden Programm angegeben. Ein. geringer Spielraum hinsichtlich der Grösse der einzelnen Räume ist ‚gestattet;. wesent- liche Abweichungen von den verlangten Grössen sind jedoch im Er- läuterungsbericht zu begründen, 3. An Zeichnungen werden verlangt: die Grundrisse der Ge- schosse, die Frontansichten und die zur. Klarstellung des Entwurfs erforderlichen Schnitte, im Mafsstab 1 : 100, eine‘ Detailzeichnung der Regalenkonstruktion im Mafsstab ı : 20, eine perspektivische Zeichnung der Hauptansicht. Andere Zeichnungen als die hier geforderten gelangen nicht zur öffentlichen Ausstellung. Der Grundriss des Erdgeschosses ist zugleich'.als: Lageplan zu behandeln, In den Grundrissen sind die Räume mit den dem Programm entsprechenden Nummern zu versehen und die Hauptabmessungen und der Flächeninhalt einzutragen; ebenso sind in die Querschnitte die hauptsächlichsten Mafse einzuschreiben. 4. Ein Erläuterungsbericht hat über die Anordnung, die Kon- struktionen, die in Aussicht genommenen Baumaterialien. und über die Baukosten die notwendige Auskunft in möglichster Kürze zu geben, 5. Für .die Herstellung des Gebäudes mit Einschluss der Innen- dekoration und der Ausstattung mit Regalen und. Mobilien. steht eine Summe von 300000: Mark zur Verfügung, welche unter keinen Um- ständen überschritten werden. darf, Eine überschlägliche Kostenberechnung ist beizugeben. Projekte, deren Ausführungskosten die genannte Summe nach Ansicht des Preisgerichts überschreiten, können auf Berücksichtigung keinen Anspruch machen.