. 16 .- B. Über die Mittel zur Handhabung der Disziplin und die allgemeinen Grundsätze für die Anwendung derſelben. I. Disziplinarſtrafen. §. 28. Zur Handhabung der Disziplin werden folgende Strafen angewendet: a) einfacher Verweis. b) Geldstrafe bis zum Betrag von 10 M c) Geſchärfter Verweis, vor dem Lehrerausſchuſſe oder dem Lehrerkonvent. d) Carcerſtrafe bis zu 14 Tagen. e) Entziehung des Genusses von Benefizien (vergl. §. 23) und Stipendien (ſ. Anhang). fk) Bedrohung mit dem Ausschluß. &) Ausſchluß aus der Anstalt und zwar für eine bestimmte Zeitdauer oder für immer. §. 29. Geldbußen sind ſofort nach der Erkenntniseröffnung zu erlegen. Eine Carcerſtrafe ist sogleich nach geſchehener Eröffnung oder wenigstens noch an demſelben Tage anzutreten, sofern der Direktor nicht aus erheblichen Gründen einen Aufſchub bewilligt. Stellt sich ein Studierender auf erfolgte Mahnung nicht zum Antritt der Strafe, so wird er durch den Diener der An- ſtalt vorgeführt. Die verhängte Strafe muß ohne Unterbrechung erstanden werden. Der Zutritt zu den Inearcerierten iſt jedermann unter- ſagt, nur aus beſonderen Gründen kann eine Ausnahme ge- stattet werden. Der Incarcerierte hat ſich mit ganz einfacher Nahrung auf eigene Rechnung zu verköstigen und eine Schließergebühr von 1 A für jeden Tag an den Hausmeister zu entrichten.