Beschreibung des künstlichen Horizoönts. S. 71 Wenn man mit dem Sextanten zu Land Höhen messen will, so muls man dazu einen künstlichen Horizont haben, der die Stelle des natürlichen vertritt, welchen der Seefah- rer in der weiten See findet. Die künstlichen Horizonte, welche man zuBeobachtungen auf dem festen Lande vorgeschlagen hat, beruhen auf folgendem. AB Fig. 38 Taf. IV seye die Ebene eines Planspiegels, der genau horizontal gelegtist. Von der Sonne oder einem andern sehr entfernten G egenstand falle ein Lichtstrahl SC auf den Spiegel, Dieser wird nach E so zurükgeworfen, daß der Winkel SCA = ECB, folglich ist, weil ACs=ECB, der Winkel SCs welchen der einfallende Strahl mit der Verlängerung des zurükgeworfenen macht, so grofs, als die gedoppelte Höhe des Puncts S über dem Horizont. Zieht man von einem willkührlichen Punct E der Linie CE eine ge- rade Linie Er mit dem einfallenden Strahl CS parallel, so wird diese Linie, wenn die Ent- fernung des Gegenstands S von C sehr grofß ist in Vergleichung mit CE, ebenfalls den Ge- genstand S treffen. Dieses ist wirklich bey der Sonne der Fall, und man darf nur mit dem Sextanten den Winkel messen, welchen der geradezu von der Sonne kommende Licht- strahl cE mit dem von dem Spiegel AB zu- rükgeworfenen macht, so hat man vEs = SCs = der gedoppelten Höhe. G $. 72.