98 wa S. 72 Es kommt also nur darauf an, eine ebene und genau horizontale Spiegelfläche zu erhalten. Was sich zu dieser Absicht zuerst darbietet ist die Oberfläche eines flüssigen Körpers. Wird ein flüssiger Körper in ein Gefäß ge- gossen, und gegen den Wind oder andere Erschütterungen gesichert, so nimmt seine Oberfläche von selbst eine horizontale Lage an, und gibt zugleich wie bekannt ist einen Spiegel. Der flüssige Körper, welcher ge- | wöhnlich zu den künstlichen Horizonten ge- braucht wird, ist Wasser oder Queksilber. Lezteres ist dem Wasser vorzuziehen , weil es einen bessern Spiegel macht, und seine wel- lenförmigen Bewegungen früher aufhören, wenn es ist erschüttert worden, als bey dem ‚Wasser. Zu dem hier beschriebenen Sextanten ge- hört folgender Apparat für einen Queksilber- horizont.. Erstlich ein aus Mahoganyholz ver- fertigtes Gefäls in der Gestalt eines Parallel- epipedums 4 Zolle lang, 3 Zolle breit und 4% Lin. tief... In dieses wird das Queksilber durch. einen papiernen. Trichter gegossen. Zweytens ein Dach mit Plangläsern, welches über das mit Queksilber gefüllte Gefäfs ge- stellt wird, um es gegen den Wind zu be- schüzen. Dieses Dach ist ein dreyseitiges Prisma, dessen Grundflächen rechtwinklichte und gleichschenklichte Dreyeke sind. Die Länge der Hypotenuse dieser Dreyeke ist 6Z. 10 Lin., die Länge eines jeden Cathetus . 4 Z. En En WISE PEST I