—— 389 Bestimmung der Länge aus Bedekungen der Fixsterne vom Mond, S. 205. Die in den vorhergehenden SS. gezeigten Methoden die Länge zu bestimmen sind von der Art, dafs immer noch eine Ungewifsheit von einigen Secunden übrig bleibt, wenn man nicht aus mehreren Beobachtungen ein Mittel nimmt, weil man den Augenblick, da sich die zur Längenbestimmung gebrauchten Erschei- nungen ereignen, nicht mit der erforderli- chen Genauigkeit angeben kann. Diesem Feh- ler sind die Eintritte der Fixsterne an dem dun- keln Mondrande nicht unterworfen, welche so schnell geschehen, dafs nichts als einige Uebung des Beobachters dazu erfordert wird, um den Augenblik der Erscheinung anzuge- ben, und es hat weder die verschiedene Gü- te der Fernröhren noch die Verschiedenheit der Augen einen Einflufßs auf die Beobachtung, Tritt aber der Stern an dem hellen Mondran- de ein, so werden schon stärkere Vergröße- rungen erfordert, um die Zeit des Eintritts genau angeben zu können. Noch mehrere Aufmerksamkeit erfordert die Beobachtung des Austritts, besonders wenn der Austritt an dem hellen Mondrande geschiehet, Um den Augenblik des Austritts nicht zu verfehlen, kann man den scheinbaren Weg des Monds durch Zeichnung bestimmen, und daraus die Stelle des Mondsrandes suchen, an welcher der Stern austritt. Anleitung dazu finder man in den SA angeführten Schriften. 8b 5 Was