Rietenau. 61 Schildmauer, zu welcher sich die Ringmauer an der Angriffseite verdickt, und gleicht in Form, Einrichtung und Ausführung auffallend den Besigheimer Türmen, so daß man dieselben Bauherren und Baumeister voraussetzen muß. Der Turm hat einen Durchmesser von 12^/s m bei 4,5 m Jnnenraum und 4 m starken Wandungen, wie der untere Turm zu Besigheim. Sein Eingang ist ca. 8 in über dem Burghof und von diesem Stockwerk an zieht sich in der Dicke der Mauerwandung, wie bei den Besigheimer Türmen, eine steinerne Wendeltreppe hinauf. Vier kuppelartig eingewölbte Gelasse füllen den Turmranm. Bedenkt man, daß das Plattformstockwerk, welches beim oberen Turm von Besig ­ heim noch erhalten ist, hier fehlt, so war der Reichenberger Bergfried bei 33 1 /2 m Höhe und 12V2 m Durchmesser einer der massigsten und höchsten des Neckarkreises (nach Inspektor I. Näher, dem wir die Auf ­ nahme der meisten Burgen des Neckarkreises verdanken). Wietencru. Holzhaus zu Murrhardt. Ev. Kirche zum heil. Ulrich, gotisch, mit romanischem, rippen ­ kreuzgewölbtem Osttnrm. Spu ­ ren von Fresken. Innen vier Re- naissancegrabmäler, mit Stand ­ bildern der Familie Miner 1536 bis 1593. Außen zwei Grab ­ steine derselben Familie (1597). Altes Badgebände, mit vergehenden Malereien. Sukzbach. In der ev. Kirche zu St. Ulrich ein großes Kruzifix aus der Renaissancezeit. Schloß Lautereck, Privateigentum, in breitem, ausgemauertem Wassergraben. Hübscher, dreistöckiger Bau (1602), die beiden oberen Geschosse in tüchtigem Holzwerk; an den Ostecken Türmchen. Nnterr-Weilsclch. Ev. Kirche zu St. Sebastian und Agatha. Neueres Schiff mit gotischem Portal, 1555; schöner, großer, frühgotischer Ostturm, darin ein Rippenkreuzgewölbe mit Rosette. Grabplatten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Alter Taufstein. Rathaus 1612. Drei Sühnkreuze an der Straße nach Ebersberg.