Stadtkirche zu Besigheim, Oberamt Besigheim. Der nur drei Quadratmeilen umfassende Oberamts-Bezirk, von den zwei schiff ­ baren Flüssen Neckar und Enz durchströmt» die sich in großen Bögen an steilen Muschelkalkfelshalden hindrängen, in milder L»it und reich an Wein und Obst, besitzt vier Städte, volkreiche Dörfer und auch eineMhöne Anzahl alter Kunstwerke. Als Hauptpunkt erscheint nach der RömerherrschastNas fest gelegene Laufsen am Neckar, als fränkisches Königsgut und als die Stätte »wo ein heiliggesprochenes Kind im Grab ruhte, weshalb sich auch hier das bedeut»dste Bauwerk des Bezirkes erhoben hat. — Der Weinbau, besonders an den vielgesNlungenen, der Sonne zugewendeten Felshalden des Neckars, scheint in diesem BezuR sehr weit zurückzureichen; die zum Teil aus mächtigen Steinen unverwüstlich an dis Felshänge hingeblockten Weinberg- mauern steigen vor uns aus, wie Werke aus grauer Vorzeit. Altertümer. Grabhügel liegen bei Gemmrigheim, Jlsfeld, Neckarwescheim. Die Römer hatten den ganzen Bezirk dicht besetzt. Ihr Hauptplatz, eines der Kastelle der Neckar ­ linie, lag bei Walheim, gegenüber der Einmündung der Enz in den Neckar, und der jetzigen -Ltadt Besigheim. Außerdem fand man bis jetzt Reste römischer Niederlassungen