452 Neckarkreis. Oberamt Neckarsulm. Wnler-Kriesheirn. Neue kath. Kirche zu Johannes dem Täufer, 1840. Ms dem Kirchhof alte Grabdenkmale, aus dem 15.—18. Jahrhundert, darunter Burkart von Witstat, Ritter ­ standbild. Pfarrhaus, 1628. Altes Schulhaus; am Eckbalken: Lernet Gerechtigkeit und Gottes Wort, So wirds euch wohl gehen hie und dort. 1752. Der Ort teilte den Herrschaftswechsel mit Ober-Griesheim. Widdern (lVitterheim 775). Malerisches, einst sehr festes Städtchen am Einfluß der Kessach in die Jagst. Sechs- bogige Steinbrücke über die Jagst. Spätgotische ev. Kirche, zum h. Laurentius, mit gewölbtem geradem Chor; Turm im Westen. Zahlreiche und schöne Grabdenkmäler, aus dem 15.—18. Jahr ­ hundert. Standbild des Reinhart Hofwart von Kirchheim, 1420. Gotische Friedhofkapelle zu un ­ serer l. Frau, mit Grabsteinen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Früheres Gemmingen'sches Schloß, 1574, mit steinerner Wendeltreppe. Auf dem Schloßberg die letzten Trümmer des alten Ganerben-Schlosses. Wappen: im silbernen Feld ein stehender rechts schauender Widder. In Widdern hatte schon 775 Kloster Lorsch, um 1090 Komburg Besitz. Im 13. Jahrhundert den Herren von Dürn als Erben der Grasen von Lausten, dann den Wertheim, 1307 den Eberstein, 1362 hälftig den Hohenlohe-Möckmühl und Würzburg gehörig, war Widdern im 15. Jahrhundert ein vielgeteilter, durch Wegelagerer berüchtigter Ganerbenort. 1458 Ende Juni wurde Widdern von Graf Ulrich von ®unbel^eti^®laämaleret in der Württemberg erobert. Iüttlingen (Zutilinga 800.) Neuerbaute ev. Kirche, 1856/57. Der gotische Chor der früheren, dem h. Lukas geweihten Kirche ist jetzt Grablege der Herren von Ellrichshausen; Grabmäler, aus dem 17.—19. Jahrhundert. Sakramentshäuschen und gotischer Kelch. Assumstadt (Asmansstat 1319), Schloß der Herren von Ellrichshausen, 1769.