532 Rückblick. wieder emporstreben. Die Zerstörungen der Sueven, der Alemannen, der Hunnen, der Kricgsvölkcr im dreißigjährigen Krieg, der Franzosen am Ende des siebenzehnten Jahrhunderts konnten die durch Kelten und Römer zu Grund gelegte, durch das Christentum, die Hohenstaufen und das spätere Mittelalter, hier besonders auch durch das Württembergische Fürstenhaus geschaffene Kultur nur unterbrechen in ihrem Auf ­ steigen bis auf den heutigen Tag, da ein Geschlecht erwachsen ist, das in Wissenschaft und Kunst die Errungenschaften der Vergangenheit in sich aufsammelnd, tausend Keime vielartigen lichten Lebens für die Ferne der Zukunft verarbeitet, wählerisch noch und unstet, aber doch in der Tiefe von Gedanken durchtränkt, welche die Mensch ­ heit, nach dem Grundgesetze der Welt, in noch hellere Bahnen, als in unsere noch vom Nebel des Mittelalters umrauchten, werden fortleiten müssen. Nichts ging verloren. Heilbronn. Schlussstein im Turm der Deutschordenskirche. Die untergegangenen Formen steigen wieder empor, durch den Geist der Jetztzeit nm- geschmolzen, und doch sanft überhaucht von frühester Erinnerung. Was der Kunst ihre Wege gewiesen und Spuren hinterlassen, war natürlich der Glaube der Völker, die auf diesem Boden gekämpft und geschafft haben. Von den Kelten und den ihnen nachfolgenden, geistverwandten germanischen Sueven, die einstens ihre Götter auf heiligen Bergen, an Quellen, Schluchten und Bäumen ver ­ ehrten, — haben sich nur solche, der Erde sich anschmiegende, großartig mit der Natur aufgehende und deshalb kaum zu vernichtende Werke, abgeschroffte Berghöhen, Ring ­ wallzüge und für ihre Toten künstlich aufgetürmte, kegelförmige Berge, Grabhügel, erhalten. Die Jnlagen dieser Grabstätten zeigen in keltischer Fürstenzeit edle, und aus