streite Hünenringe und Opferstätten, auf den wildschroffen Felshäuptern der Alb gelegen und zum Teil mit Höhlen in Verbindung, geben heute noch Zeugnis von vorgeschichtlicher Besiedelung und Götterverehrung,' sie sind die Mittelpunkte mensch, lichen Wirkens, bis tief ins Mittelalter hinein. Die Gegend gehört zu den großartig ­ kühnsten der schwäbischen Alb und dem entsprechen auch die vorgeschichtlichen und geschichtlichen Anlagen: Schalksburg, (Zollern), Gräbelesberg, Lochen. Als echte „Heidenstadt" ist das an den reichen Wasseradern der Eyach int Anblick dieser Felskolosse frei gelegene Balingen anzusehen, in dessen Nähe heute noch Grabhügel aufragen und Reihengräber noch zahlreich ini Boden liegen. Den Römern war der Bezirk wegen der Verbindung von der Neckargegend mit der Donaugegend sehr wichtig, und es laufen einige Hauptstraßenstränge hindurch. Mächtig war der Bezirk dann zur Zeit der Blüte der Zollern, die auf dem nahen Hohenzollern und der Schalks bürg saßen, um sie her einst ein Kranz von weiteren Burgen. Gehen wir von Balingen das breite Eyachthal aufwärts, so treten zu beiden Seiten von Felsen umgürtete Berghäupter hervor, darunter zur linken die Schalksburg, zur rechten der Lochenstein und der Gräbelesberg. Die Schalks ­ burg bot sich durch ihre Lage und natürliche Gestaltung von selbst zu einer Burg ersten Ranges dar. Der riesige Felsenklotz hängt nämlich nur durch einen etwa fünf Fuß breiten, zu beiden Seiten senkrecht abfallenden sehr langen Sattel mit dem übrigen Gebirge zusammen. Jetzt trägt er die vom Wald überwachsenen, weit auseinaitder liegenden Trümmer der früheren Burg, welche die Größe einer kleineren Stadt gehabt hat. Der verteidigte Raum dieser Stadt war groß gemig, daß ihre zahlreichen Ge ­ bäude noch Gärten einfassen konnten; gerade hier in der Mitte findet man die uralten Scherben und Steinwaffen. Der Gräbelesberg, auf drei Seiten von unersteiglichen Felsen eingefaßt, tritt mit wirklich erhabenen Umrissen von Süden her in das Eyach ­ thal herein. An dieser Seite ist er zweimal durch Grabeit und Steinwall abgeschlossen. Der äußere Wall ist gegen 300 in lang und vom Graben aus gemessen 5 m hoch. Die zweite innere Linie läuft etwa 300 m hinter der ersten, da, wo sich der Berg bis auf eine Breite von nur 100 m zusammeitgezogen hat und dazu noch eine steil- ansteigende Terrasse bildet. Hier sind zwei Wallgräben, der innerste auf der obern Bergkante gelegene mißt 3ffs in vom Graben aus, der vordere aber 9 in, also stark 5 Mannshöhen. Der Lochensteiu, ein riesenhafter Felsenstock gleichfalls auf der