r -*Y Kirche zu Freudenstadt. Meramk Freudenstadt. ^er Bezirk, einer der größten des Landes, ist meist bedeckt mit zusammenhängen ­ den Nadelholzwäldern, durch welche seit unvordenklicher Zeit über den niedrigsten Paß bei Loßburg an den Kinzigquellen, das Kinzigthal hinab dem Rhein zu eine Straße lief; eine andere lief gleichfalls dem Rheinthale zu am jetzigen Freudenstadt vorbei und das Murgthal hinab; von Freudenstadt zog auch über den Kniebis west- wärts ein alter Weg, im Winter aber gefährlich, oft ganz vom Schnee verschüttet. Hochstraßen, halb Feld, halb Weide, gehen heute noch südnördlich ans den breiten Höhen ­ streifen, mitten durch die 24 Höfe, die heute noch an alemannische Einödhöfe erinnern, in freier erhabener, von Stürmen durchbrauster Gegend. Die Thäler, meist dem Rhein ­ thale zustrebend, wühlen sich sofort sehr tief und felsig ein und sind durchrauscht von dunkelklaren Bächen, die über große Gerölle ihre Fluten brausend wälzen und sich füllen aus den weiten Hochmooren auf den breiten, nur noch mit Legforchen be ­ standenen, von großen Felsblöcken überschobenen, das halbe Jahr über in Eis und Schnee starrenden Bergrücken. — Erzbau, Flößerei, Pech- und Kohlenbrennerei mögen seit Jahrtausenden hier die spärlichen Einwohner, zum Teil Trümmer längst aus besseren Fluren vertriebener Volksstämme, ernährt und gestählt haben. Man sieht noch altverlassene Bergwerksstollen und wenige Ringwälle.