Sulz mit Geroldseck nach Merian. 1843. Oüeramt Sul;. ♦ t Uber diese Schwarzwaldgegend erstreckte sich die weitgedehnte Berchtoldsbaar. Dieselbe im großen beherrschte das Berthvld'sche Geschlecht, die Stammeltern der nachherigen Herzoge von Zähringen. Der Peratoldus, welcher 793 oder kurz zuvor dem Kloster St. Gallen eine Besitzung in Trichtingen überließ (Württ. Urk.-Buch 1,44), gehörte wohl diesem Geschlechte an. Da die Zähringer bereits 1218 im Hauptstamm erloschen, so macht sich nur noch ein Nebenzweig derselben in diesen Gegenden be- merklich. Es sind dies die ums Jahr 1186 abgezweigten Herzoge von Teck. Ihr Besitz in unseren Gegenden hing zusammen mit dem der Herrschaft Oberndorf, welche — wohl schon von ihren Zähringischen Ahnen — dem Kloster St. Gallen zu Lehen aufgetragen war und von den Herzogen von Teck als Zugehörung zu dem obersten Schenkenamt des Klosters zu Lehen getragen wurde. Als Mittelpunkt erscheinen die alten Salzquellen bei der Stadt Sulz am Neckar, darüber die alte große Burg der Grafen von Sulz. Die Muschelkalkhöhen zu beiden Seiten des tief eingerissenen, engen Neckarthals bieten Aussichten bis an die Alpen; in den Seitenthälern Burgen und Burgstädtchen. Ringwälle bei Renfriz- hausen und Weiden (?). Grabhügel bei Sulz, in einem wurde ein mit schön ge ­ triebenem Bronzeblech beschlagener Wagen gefunden (LI.). Römische Niederlassungen bei Buisdorf, Sulz, Leidringen (hier wurden Reste eines Mosaikbodens gefunden), Rosen- seld, Trichtingen. Römerstraßen gingen von Rottenburg, Fischingen über Sulz, Weiden nach Waldmössingen; von Sulz nordwestlich nach Unter-Jflingen OA. Freudenstadt, südlich über Böchingen nach Rottweil, — über Binsdorf nach Balingen.