Entstehung

Sammlungen entstehen durch eigenes Aufsammeln oder, etwa bei Modellsammlungen, durch das Bauen von Objekten. Auch Schenkungen, Ankauf, Leihgaben und Tausch spielen eine wichtige Rolle. Zugleich unterliegen die Praktiken und Rahmenbedingungen des Sammelns dem historischen Wandel. So ist etwa die Mitnahme von Pflanzen oder zoologischen Objekten von einer Auslandsexkursion heute in vielen Fällen nicht mehr erlaubt, war aber für Wissenschaftler früherer Generationen selbstverständlich.
Seit ihren Anfängen verfügte die heutige Universität Stuttgart über Sammlungen. Das Meiste davon ging im Zweiten Weltkrieg verloren, manches auch durch den Umzug der technischen und naturwissenschaftlichen Fächer auf den neuen Campus in Stuttgart-Vaihingen. In der Karten- und Plansammlung der Universitätsbibliothek und in den architekturhistorischen Sammlungen sind aber auch ältere Stücke, oft aus Schenkungen, aufbewahrt.
Die Geschichte und Herkunft der Objekte, auch Provenienz genannt, zu erforschen und zu dokumentieren, ist eine zentrale Aufgabe der Sammlungspflege. Dazu gehören auch Veränderungen wie Anpassung, Beschädigung und Restaurierung. Ein Handlungsbedarf bezüglich prekärer Provenienzen etwa aus kolonialen oder NS-Kontexten ist an der Universität Stuttgart derzeit nicht bekannt. Die meisten heutigen Sammlungen entstanden als Lehr- und Forschungssammlungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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